29. Januar 2008

NATO-Sicherheitskonferenz in München verhindern

Filed under: Termine — Dano @ 21:59

Stoppt die NATO-Sicherheitskonferenz – Großdemo am 9.Februar 2008

Hiermit rufen wir jeden auf, sich an der Demonstration am 9. Februar 2008 auf dem Münchner Marienplatz zu beteiligen, um den Eliten von Politik, Rüstungsindustrie und Militär deutlich klar zu machen, dass sie in unserer Landeshauptstadt nicht willkommen sind und um den Opfern von NATO-Militärgewalt unsere Solidarität zu zeigen.

Vom 8. bis 10. Februar 2008 findet in München die Nato-Sicherheitskonferenz statt .

Seit Jahren treffen sich alljährlich in München RegierungsvertreterInnen, AußenministerInnen, und vor allem ranghohe Militärs sowie VertreterInnen von Konzernen. In unserem Namen entscheiden sie wo und wann Kriege geführt werden. Die Veranstalter der Tagung werden wieder versuchen, die militärischen Interventionen als Einsätze für “Frieden” und “globale Sicherheit” anzupreisen.

Deutschland beteiligt sich an inhumanen Kriegen, die nicht gerechtfertigt sind, mit Hilfe von Tornados bereitet sie per “Luftaufklärung“ Bombardierungen vor. Unschuldige Zivilisten fallen so tagtäglich zum Opfer solche Bombardierungen. Wenn in Bagdad Söldner des amerikanischen “Sicherheits”-konzerns Blackwater siebzehn Menschen grundlos massakrieren, ist das nur ein weiteres besonders drastisches Beispiel für den alltäglichen Terror gegen die Zivilbevölkerung. Es entspricht der Logik des imperialen Ausnahmezustands, dass Morde durch Söldner billigend in Kauf genommen werden und der Logik des Neoliberalismus, dass inzwischen über 30.000 Söldner im Irak agieren und somit die Gewaltökonomie selbst immer mehr zum lukrativen Unternehmen wird. Mit dem Schlagwort “Sicherheit” wird nicht nur der Krieg nach Außen legitimiert, sondern auch die stetige Verschärfung der staatlichen Repression, der Überwachung und Kontrolle. Diese begegnet uns in Form der allgegenwärtigen Präsenz von Polizei und privaten “Sicherheits”-diensten, von flächendeckender Kameraüberwachung der Innenstädte und von zunehmender Überwachung aller Kommunikation, der Ausgrenzung kommerziell nicht verwertbarer Lebensweisen, rassistischer Kontrollen, von Abschiebungen und Lagerunterbringung von Flüchtlingen. Deshalb solidarisieren wir uns mit den Protesten im Frühjahr 2008 gegen den NATO- Gipfel in Bukarest und gegen die Erweiterung der US-Militärbasis in Vicenza, aber auch mit den Arbeitskämpfen hierzulande, und dem sich ankündigenden Arbeitskampf im Öffentlichen Dienst und der alltäglichen Auflehnung gegen Ausbeutung jenseits gewerkschaftlicher Organisierung. Wir verstehen uns als Teil einer breiten Bewegung, die bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm gezeigt hat, dass ihre Stärke trotz aller Differenzen im Zusammenspiel verschiedener kreativer und unberechenbarer Aktionsformen liegt. Im Februar

2008 werden wir massenhaft gegen die SIKO auf der Straße sein.

Kommt zur Großdemonstration am 9. Februar 2008 in München!

Der SDS Regensburg schließt sich dem Aufruf des Aktionsbündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz an.

Weitere Links:

http://sicherheitskonferenz.de/

http://www.muenchner-friedensbuendnis.de/

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Aufruf des Münchener Friedensbündnisses:

Sie reden von “Sicherheit”.
Wir nennen es Krieg, Folter und Terror.

Sie sprechen von “Sicherheit”, doch ihre Politik bedeutet Krieg, Folter und Militarisierung.

Gegen die NATO-Sicherheitskonferenz
Plakatbestellung erwünscht

Die “Sicherheitskonferenz” in München ist ein Treffen von Militärstrategen, Regierungsvertretern, Generälen und Rüstungslobbyisten. Verschanzt hinter Absperrgittern, Wasserwerfern und einer gigantischen Polizeimacht kommen im Nobelhotel Bayerischer Hof jährlich EU- und NATO-Repräsentanten zusammen, um Kriegseinsätze, internationale Militärstrategien und Rüstungsgeschäfte zu planen. So wurden bei der Münchner Militärtagung unter anderem die Angriffskriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak vorbereitet und entscheidende Weichen für den so genannten “Globalen Krieg gegen den Terror” gestellt.

Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr – Gegen jede deutsche Kriegsunterstützung

Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der Welt beanspruchen für sich das Recht auf ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen auf dem gesamten Globus. Sie setzen ihre Ökonomischen Interessen und Machtansprüche auch mit militärischer Gewalt durch. Die Besatzungskriege der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten, die unter der Losung der Terrorbekämpfung geführt werden, sind selbst Terror gegen die Bevölkerung: Bombardierungen, Vertreibung, Zerstörung, Vergewaltigungen sowie die Wiedereinführung der institutionalisierten Folter wie in Guantanamo und in Geheimgefängnissen. Die NATO-Kriege und Besatzungregime eskalieren die Konflikte weltweit; selbstbestimmter Aufbau und eine demokratische Entwicklung haben keine Chance.

Gegen Krieg und Folter – Für ein freies und selbstbestimmtes Leben aller Menschen

Die erneute Militarisierung der deutschen Außenpolitik führt längst auch zur Militarisierung im Innern. Diese Politik des präventiven “Sicherheits”-Staates betreibt den Abbau der Grundrechte aller BürgerInnen durch Vorratsdatenspeicherung von Telefongesprächen, dem Ausspionieren von PC-Daten, Unterbindungsgewahrsam, Überwachung von Öffentlichen Plätzen und Privatwohnungen. AntimilitaristInnen werden durch den Gesinnungsparagrafen 129a wie durch die Razzien vor und nach dem G8-Gipfel systematisch mit Repression überzogen und kriminalisiert. Längst marschiert die Bundeswehr auch im Inneren auf wie zum Beispiel mit Soldaten, Spähpanzern und Tornados gegen die Proteste in Heiligendamm Juni 2007. Im Bayerischen Hof hat die Bundeswehr bereits seit Jahren das Hausrecht während der Sicherheitskonferenz.

Gegen den Überwachungsstaat – Für Meinungsfreiheit und Bürgerrechte

Wir wenden uns gegen ein Machtsystem, das sich am Profit orientiert und das sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten über Leichen geht, gegen ein System der rigorosen Abschottung der EU-Außengrenzen gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen. Dazu gehören die rassistischen und fremdenfeindlichen AusländerInnengesetze in Deutschland, die Abschaffung des Asylrechts, tödliche Hetzjagden und Überfälle sowie die europaweit anlaufende Massenabschiebung von Flüchtlingen in die Kriegsgebiete des Irak und Afghanistans.

Fluchtursachen bekämpfen. Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge und MigrantInnen statt Stacheldraht und Lager

Zeigen wir den selbst ernannten Weltherrschern und Kriegsstrategen: Ihr seid hier in München und anderswo unerwünscht. Eurer Politik von neoliberaler Wirtschaftsmacht und Ausbeutung, von Aufrüstung und Sozialabbau setzen wir weltweit Protest und Widerstand entgegen, denn eine andere Welt ist möglich – eine gerechte Gesellschaft, eine friedliche Welt ohne Krieg und Folter.

Statt sozialer Demontage und Aufrüstung – Umverteilung von oben nach unten

Wir rufen auf: Mischt euch ein, beteiligt euch an den vielfältigen Protesten und Gegenveranstaltungen in München! Die Proteste und Blockaden von Heiligendamm gegen den G8-Gipfel haben gezeigt, dass wir erfolgreich sind. Trotz abgeschotteter Zonen und Demoverboten haben dort Zehntausende erfolgreich durch zivilen Ungehorsam und Widerstandsaktionen die Zufahrtswege zum Gipfel effektiv blockiert. Im Februar werden wir deutlich machen: Kriegsverbrecher und Folterbefürworter erwartet auch in München Protest und Widerstand.

No justice, no peace! – Ohne Gerechtigkeit kein Friede!

Kommt alle zur Großdemonstration und den weiteren Widerstandsaktionen am 9. Februar 2008 in München!

2 Kommentare »

  1. Hierzu passt folgendes:

    http://www.imi-online.de/download/IMI-Analyse2008-002.pdf

    Ein Katalog voll perverser Ideen!

    *Ironie AN*EIN HOCH AUF DIE KRIEGSFÜHRUNG*Ironie AUS*

    Kommentar by Hannes aka Flexer — 31. Januar 2008 @ 15:28

  2. Circa 5000 Demonstrierende fanden sich letzten Samstag in München zusammen, um in ritualisierter Manier gegen die Sicherheitskonferenz der NATO ihre Stimmen zu erheben. Nachdem die Kundgebungen auf dem Marienplatz und dem Odeonsplatz friedlich abgelaufen sind und der bunte Demonstrationszug ungehindert seine Route gehen konnte, kam es nach den Veranstaltungen zu zahlreichen Einkesselungen und Verhaftungen in der Münchner Innenstadt seitens der in großer Zahl eingesetzten Polizeitruppen.

    Während auf den beiden Kundgebungen viele Vertreter der Freidensbewegung, der Bundestagsfraktion die LINKE (Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen) und des Europaparlaments (Tobias Pflüger), ein US-Kriegsdienstverweigerer, sowie Vertreter kurdischer Organisationen redeten, verhandelten die Vertreter der NATO-Aggressoren über eine weitere militärische Ausweitung des Einsatzes in Afghanistan. Im Zentrum stand vor allem die Frage nach dem Mehreinsatz deutscher KAmpftruppen und deren Einsatz im umkämpften Süden des Landes. Der US-amerikanische Verteidigungsminister warf dabei nicht genannten europäischen Ländern vor, sie würde sich davor scheuen Truppen in den Tod zu schicken.

    Unter anderem war auch der neugewählte serbische Präsident Tadic eingeladen, der sich erneut gegen eine Unabhängigkeit des Kosovos ausgesprochen hatte und somit entgegen der Mehrheit der NATO-Staaten sich positionierte. Die SiKo wird übrigens in den nächsten Jahren nicht mehr von Bertelsmann-Mitgleid und Ex-Kohl-Berater Teltschik geleitet, sondern von Wolfgang Ischinger, ein Verteidigungsexperte, der sich vorallem durch seine Eskalaltionspolitik in den Balkankriegen als Kriegstreiber profilieren konnte.

    Mehr zur SiKo unter:
    http://de.indymedia.org/2008/02/207569.shtml
    http://www.jungewelt.de/2008/02-11/055.php
    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalzbayern/ausdermz/artikel/sicherheitskonferenz_proteste_/194099/sicherheitskonferenz_proteste_.html

    Kommentar by Dano — 11. Februar 2008 @ 13:40

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