“Enteignet Springer!”
Anlässlich der morgigen Demonstration zur Umbennung der Berliner Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße erneuert der Studierendenverband Linke.SDS die Forderung nach der Enteignung Springers.
“Die Enteignung Springers und Überführung unter demokratische Kontrolle bleibt Voraussetzung für eine Demokratisierung der Medien. Dass die Axel Springer AG bis zuletzt versucht, die Umbennung zu verhindern, zeigt dass sich an der reaktionären Gesinnung von Bild & Co nichts geändert hat”, erklärt Steffi Graf vom Linke.SDS Bundesvorstand.
Graf weiter: “Der Springer-Konzern versucht bis heute alles, um emanzipatorische Bewegungen zu kriminalisieren.” Während des G8-Gipfeles habe die BILD-Zeitung etwa bewusst Lügen verbreitet und mit Überschriften wie “Wollt ihr Tote, Ihr Chaoten” die Stimmung aufgeheizt. “BILD, BZ & Co müssen weiterhin problematisiert werden. Das werden wir etwa bei unserem 1968-Kongress machen” meint Graf.
Wenige Straßen vom Springer-Sitz entfernt werden nächstes Wochenende tausende Studierende zum 1968-Kongress des Linke.SDS zusammenkommen. Katharina Volk, Geschäftsführerin von Linke.SDS: “Dem 68-Bashing von BILD-Chef Dieckmann stellen wir eine differenzierte Auseinandersetzung mit 68 entgegen. Wir haben bereits über 1000 Anmeldungen – der Kongress wird damit nicht nur der größte Kongress zu 1968 und der einzige studentisch organisierte, sondern einer der größten linken Kongressevents der vergangenen Jahre.”
Dabei sieht sich der Sozialisitisch-Demokratische Studierendenverband politisch im Aufwind. Die klare Mehrheitsentscheidung für die Umbennung in Rudi-Dutschke-Straße wertet Katharina Volk als Bestätigung der Mehrheitsfähigkeit der politischen Positionen des Studierendenverbandes Linke.SDS: “BILD kann Lügen verbreiten, doch die neoliberale Hegemonie bröckelt.”

