Der SDS-Regensburg begrüßt ausdrücklich, dass die Mitglieder des Bundesvorstands des SDS die Bologna-Konferenz vorzeitig verlassen haben und schließt sich dessen Presseerklärung vom 17.05.2010 gänzlich an. Bei dieser Alibikonferenz dienten die Studierenden lediglich als Staffage für die zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft.
Obwohl das Bildungsministerium die Konferenz als Reaktion auf die differenzierte und konstruktive Kritik der Bildungsproteste angekündigt hatte, wurde auf keine der inhaltlichen Kritikpunkte der Studierenden ernsthaft eingegangen. Frau Prof. Dr. Schavan war nicht bereit über die Abschaffung der Studiengebühren, den unbeschränkten Masterzugang oder grundlegende Verbesserungen des Bolognasystems zu reden und flüchtete sich statt dessen in alt bekannte Floskeln und leere Versprechungen.
Wir bedauern außerordentlich, dass die Studierenden von den politisch Verantwortlichen nicht als erwachsene, mündige Mitbürger angesehen werden und ein Dialog mit den Studierenden konsequent vermieden wird. Bildung scheint für die Bundesregierung nichts als ein reiner Kostenfaktor zu sein.
Die Wiederaufnahme der Proteste des vergangenen Winters ist aus unsere Sicht die einzige angemessene Reaktion auf jene politischen Ignoranz. Auch uns Regensburger Studierenden bleibt -solange über unsere Köpfe hinweg entschieden wird- wohl keine andere Wahl um auf die eklatanten Missstände an der Universität aufmerksam zu machen.
Der SDS-Regensburg sieht die Bologna-Konferenz als reine Showveranstaltung, bei der studentische Kritikpunkte nicht einmal diskutiert wurden, was eine offene Missachtung der Studierenden bedeutet und eines demokratischen Staates unwürdig ist.
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Der SDS Regensburg überträgt am kommenden Montag, 17. Mai ab 9: 30 Uhr die Diskussionen der Nationalen Bologna-Konferenz in Berlin am Campus der Universität.
Der vor 10 Jahren initiierte Bologna-Prozess hatte eine europaweite Vereinheitlichung der Studienabschlüsse, die Förderung von Mobilität und die Schaffung eines transparenten Hochschulrahmens zum Ziel. Doch anstatt dies umzusetzen, entfernte man sich gewollt vom Ideal eines selbstbestimmten Studiums und einer freien Lehre und verpflichtete sich dem Prinzip des Wettbewerbs. Verschulung und Ökonomisierung sind die Folge. Was der Hochschulexperte Wolfgang Lieb als „Paradigmenwechsel vom humboldtschen Universitätsideal zur ‚unternehmerischen Hochschule’“ bezeichnet, ist im Wesentlichen die sukzessive Einkehr der liberalen Marktlogik in das Hochschulwesen. Vor allem seit der Einführung des Bachelor- und Mastersystems geht es nur noch um das Abarbeiten auswendig gelernter, unreflektierter und systemkonformer Theorien in Form von Hausarbeiten und Klausuren.
Daher ist die sofortige Abschaffung des Bachelor-/ Mastersystems in der derzeitigen Form dringend nötig. Überfrachtete Studienpläne, eine hohe Prüfungsdichte und knappe Regelstudienzeiten führen zu einer Entwissenschaftlichung des Studiums. Der damit verbundene Leistungs- und Zeitdruck und das rein prüfungsorientierte Lernen erschweren das Entwickeln einer kritisch und eigenständig denkenden Persönlichkeit und eine individuelle Gestaltung und Schwerpunktsetzung des Studiums. Wir fordern stattdessen ein Studium unabhängig von den ökonomischen Interessen und der Verwertbarkeit der AbsolventInnen für das kapitalistische Wirtschaftssystem, eine Verlängerung der Regelstudienzeit bei gleich bleibender Stofffülle auf 12 Semester (Bachelor: 8 Semester, Master: 4 Semester) und einen freien und unselektierten Zugang zu Masterplätzen für alle Bachelor-AbsolventInnen. Weiterhin müssen die Prüfungsdichte und die Anzahl der Leistungsweise reduziert werden.
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Wieder regelmäßige Treffen im Zimmer 4, jeden Montag um 20 Uhr
Vom 14. bis zum 15. Mai 2010 findet die erste ordentliche Landesmitgliederversammlung des SDS Bayern in Passau statt.
Auf der Tagesordnung steht der Bildungsstreik 2010, die Wahlen des ersten ordentlichen Landessprecherinnenrats und mehr.