Studentenproteste in Österreich
In unserem Nachbarland Österreich ist mal wieder was los.
SDS Regensburg // Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband
In unserem Nachbarland Österreich ist mal wieder was los.
Am 7. Juni ist in Deutschland Europawahl. Insgesamt sind vom 4. bis zum 7. Juni rund 375 Millionen EU-Bürger aufgerufen, die 736 Abgeordneten-Sitze im Europa-Parlament zu vergeben.
Doch welche Positionen vertreten die Parlamentarier überhaupt? Mit welchen Maßnahmen wollen Sie den aktuellen Problemen begegnen?
In der Live-Sendung “Jetzt reden wir – Europa vor der Wahl” am Montag, 25. Mai, von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr im Ersten stellen sich sechs Politikerinnen und Politiker von CDU, CSU, SPD, FDP, B’90/Die Grünen und die Linke Ihren Fragen.
Ob Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Energiesicherheit oder Fragen rund um die Europäische Verfassung – Themen gibt es viele.
Und Sie können dabei sein. Ob per Video, E-Mail oder Twitter – schicken Sie uns Ihre Frage an die EU-Politiker.
Anne Gesthuysen und Tilmann Schöberl präsentieren die Sendung live aus Regensburg. Das Erste wird sich auch aus den deutsch-niederländischen Grenzorten Suderwick/Dinxperlo und Bayerisch Eisenstein/Železná Ruda an der deutsch-tschechischen Grenze melden. Schließlich gilt es, an dem Abend einen “Europäischen Wettbewerb” zu bestreiten.
[ http://www.daserste.de/jetztredenwir/allround_dyn~uid,1wpk0jifs7uolh13~cm.asp]
Vom 4. bis zum 6. Mai 2009 macht der “Zug der Erinnerung” Station am Regensburger Hauptbahnhof auf Gleis 1.
“Der “Zug der Erinnerung” besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Ob aus Skandinavien oder aus Südgriechenland: Über Tausende Kilometer verschleppten die SS, das Reichsverkehrsministerium und die “Deutsche Reichsbahn” über 1 Million Kinder und Jugendliche. Die Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie aus den “Reichsbahn”-Waggons warfen, stehen für das Los der Millionen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden. ” (http://www.zug-der-erinnerung.eu/ausstellung.html)
Mehr Information unter http://www.zug-der-erinnerung.eu
Nur ein klein wenig knapp
“Sehr geehrte Mitglieder der Universität,
ich möchte noch einmal auf die Möglichkeit der Anmeldung
(www.uni-r.de/festakt) zu meiner Amtseinführung aufmerksam machen,
die am kommenden Dienstag, den 28.04.2009, um 18 Uhr im Audimax
stattfinden wird. Ihre Anmeldung hilft uns insbesondere, die Menge
Freibier für die Feier nach der Veranstaltung zu planen. Sie können auch
unangemeldet kommen - dann könnte uns aber das Bier ausgehen …
Ich würde mich auch sehr freuen, wenn mehr von Ihnen, liebe
Studierende, dazu kommen würden - denn schließlich findet “Universität”
in erster Linie für Sie statt. Die Vorträge anlässlich der
Amtseinführung werden sich insbesondere mit neuen Möglichkeiten des
Studierendenaustauschs beschäftigen.
Bis Dienstag!
Mit besten Grüßen
Thomas Strothotte
Rektor, Universität Regensburg”
// EINLADUNG 3.BUNDESKONGRESS // DIE SYSTEMFRAGE STELLEN! ALTERNATIVEN ZUM KAPITALISMUS ENTWICKELN. // 5.-7. Dezember 2008// Bochum//
Anmeldung: http://www.linke-sds.org/spip.php?article190
Hiermit möchten wir Euch zum Bundeskongress (BuKo) von Linke.SDS einladen. Auf dem BuKo wird die Politik des Verbandes für das nächste Jahr diskutiert und schließlich beschlossen. Dieses Mal werden neben der Geschäftsführung auch einige Bundesvorstandsmitglieder gewählt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Du (auch wenn Du in einer Hochschulgruppe nicht aktiv bist) bei diesem Ereignis mit dabei bist.
Euer Bundesvorstand
DIE SYSTEMFRAGE STELLEN!
ALTERNATIVEN ZUM KAPITALISMUS ENTWICKELN.
//Entwurf einer Tagesordnung//
// BUKO// 3 // BUKO//
// Bochum//
// 5. - 7. Dezember 2008//
Den folgenden Tagesordnungsentwurf hat der Bundesvorstand von Linke.SDS beschlossen:
FREITAG 5.Dezember
18.00 Uhr Anreise Hinweise zum Ablauf der Delegiertenversammlung// Aufteilung der Schlafplätze
19.00 Uhr
// DIE SYSTEMFRAGE STELLEN! ALTERNATIVEN ZUM KAPITALISMUS ENTWICKELN!
Einleitung: Florian Wilde, Bundesvorstand DIE LINKE.SDS
 Lesetipp: Im Angesicht der Krise die Systemfrage stellen! 3 Thesen LINK
// Wir wollen verschiedene Alternativen zum Kapitalismus diskutieren:
 Wirtschaftsdemokratie
 Rätedemokratie
 demokratische Planwirtschaft
 bedingungsloses Grundeinkommen
Jeder dieser Alternativ-Systeme wird kurz im Plenum vorgestellt und dann ausführlich in Workshops diskutiert. Als Referenten sind folgende Personen vorgesehen:
 Ralf Hofrogge (Historiker, ehem. AStA FU) zu “Rätedemokratie konkret: die Pläne der Revolutionäre in der Novemberrevolution aus heutiger Perspektive”
 Katja Kipping (stellv. Parteivorsitzende DIE LINKE., Netzwerk Grundeinkommen.) für “Grundeinkommen als Systemalternative”
 Ralf Krämer (Verdi Abteilung Wirtschaftspolitik) (angefragt) zu “Wirtschaftsdemokratie”
 Alex Demirovic (Gast-Professor TU Berlin) (angefragt) zu “demokratischer Planwirtschaft”
SAMSTAG 6. Dezember
8.30 bis 9.30 Uhr: Frühstück
9.30 Uhr: Beginn der Delegiertenversammlung
//1. Begrüßung durch den Vorstand DIE LINKE.SDS
9.30 bis 10.00 Uhr
//2. Formalia
 Feststellung der Beschlussfähigkeit
 Wahl des Tagespräsidiums
 Wahl der Antragskommission
10.00.-11.00 Uhr
//3. Rechenschaftsbericht Geschäftsführung// Einleitung: Katharina Volk und Luigi Wolf//
 Textgrundlage: Rechenschaftsbericht Geschäftsführung (kommt noch.)
11.00-13.30
//4. Debatte über Hochschulpolitik 2009//
13.30-14.30 Mittagessen
14.30-16.30
//5. LINKE.SDS im Superwahljahr 2009//
16.30-17.00 Pause
17.00-19.00
//6. ANTRAGSBERATUNG
 17.00-17.30 NATO-Kampagne
 17.30-18.00 AG Gruppenbetreuung beim Bundesvorstand
 weitere
19.00-20.00 Uhr Abendessen
20.00-22.00 Uhr
//7. WAHLEN
 Geschäftsführug (Geschäftsführerin und Geschäftsführer)
 Delegierte zum Länderrat des Jugendverbandes (2 Personen, quotiert.)
 Delegierte zum Bundeskongres des Jugendverbandes (6 Delegierte, quotiert.)
 Mandatsprüfungskommission (mind. 3 Personen)
SONNTAG
9.30-11.30
//11. WAHLEN
 Nachwahlen Bundesvorstand (mindestens 2 Männer und 1 Frau)
11.30-12.30
//12. ANTRÄGE
//13. VERABSCHIEDUNG DURCH DEN NEUEN BUVO // PERSPEKTIVEN FÜR DAS NEUE JAHR
Hier könnt Ihr Euch für den Bundeskongress in Bochum anmelden.
http://www.linke-sds.org/spip.php?article190
Der Kongress beginnt am Freitagabend um 18.00 Uhr und endet am Sonntag. Für Delegierte werden die Anreisekosten übernommen. (Gäste: bitte tragt das ein, dann können wir versuchen Mitfahrgelegenheiten zu organisieren.)
Anmeldung: http://www.linke-sds.org/spip.php?article190
Textgrundlage: http://www.linke-sds.org/IMG/pdf/Entwurf_einer_HopoStrategie_09.pdf
{Referent: Erich Später}
Im Vortrag soll ein Überblick über Geschichte und Gegenwart der politischen Betätigung der Vertriebenenverbände vermittelt werden. Hauptaugenmerk liegt hier auf den Verbindungen der Vertriebenenverbände zum organisierten Rechtsextremismus sowie den teils geschichtsrevisionistischen Positionen nicht weniger Verbände. Anhand personeller Kontinuitäten zwischen den Vertriebenenverbänden in früheren Jahren sowie dem „organisierten Deutschtum“ in den zeitweilig von Deutschland besetzten Gebieten soll aufgezeigt werden, dass die Verbreitung rechtsextremen Gedankengutes kein Zufall ist.
In Frankfurt nahmen heute mehrere kleine Gruppen von Studierenden den „Global action day against commercialisation“ als Anlass, um mit verschiedenen bunten Aktionen auf den unterschiedlichen Campi die Studierenden darauf aufmerksam zu machen, wie sich die Hochschule durch die zunehmende Ökonomisierung verändert.
Am sogenannten „Protestbrunnen“ auf dem Campus Bockenheim der Goethe Uni gab es einen Infostand mit Musik, Redebeiträgen und Flugblättern zur aktuellen politischen Lage in Hessen. Zum Wintersemester 2008/2009 wurden die vorher eingeführten Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semster wieder abgeschafft. Dies ist wohl den massenhaften Studierendenprotesten im Sommer 2006 und einer Mehrheit gegen die Gebühren im Parlament zu verdanken. Nun sieht die Situation wieder anders aus, da die SPD am Dienstag nicht an die Spitze der Landesregierung gewählt wurde und es somit wahrscheinlich zu Neuwahlen kommt. Sollten CDU/ FDP diese Wahl gewinnen, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass Studiengebühren wieder eingeführt werden. Weiter wurde informiert über das Thema Kommerzialisierung im Hochschulbereich allgemein: So zum Beispiel über die Umstellung auf Bachelor und Masterstudiengänge, Werbung an Universitäten und über den Global Action Day.
Auf dem FH Campus wurde die Hochschule mit der Aktion „unspam your campus“ von jeglicher kommerzieller Werbung befreit, wobei eine Menge Plakate und Flyer entfernt wurden und im Müll landeten. Auch an der Uni Frankfurt wurde ein Einkaufswagen mit Werbeplakaten gefüllt und eine große Werbestellwand aus der Vorhalle entwendet. Kommerzielle Werbung hat in einer Hochschule nichts zu suchen!
Eine weitere Aktion fand auf dem Campus Westend der Goethe Universität statt. Hier haben einige Aktivisten die Studentenausweise bzw. die „Goethe- Card“ (siehe Artikel
 http://de.indymedia.org/2008/11/231377.shtml) vieler Studierender kontrolliert. Nur wer sich mit dieser Card ausweisen konnte, durfte das Gebäude betreten. Viele Studenten sind der Aufforderung ohne weiteres nachgekommen.
Ein Tag voller Aktionen ist zu Ende, der Kampf gegen Kommerzialisierung von Bildung geht weiter!
One World – one Struggle
Education is NOT for sale
Bildungsaktivisten aus Frankfurt am Main
http://www.emancipating-education-for-all.org
Quelle: Indymedia
München (ddp-bay). Der neue bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) sieht sich kurz nach seinem Amtsantritt scharfer Kritik an der Hochschulpolitik im Freistaat ausgesetzt. Sowohl die SPD-Hochschulexpertin Adelheid Rupp als auch der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller beklagten am Wochenende eine zunehmende Verschulung des Studiums. Ferner kritisierten beide, dass Ingenieur- und Naturwissenschaften derzeit stärker gefördert würden als Geisteswissenschaften. Heubisch verteidigte die bayerische Hochschulpolitik.
Der Minister hatte sich am Mittwoch und Donnerstag mit Vertretern der beiden Hochschulverbünden, Universität Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V., zu Gesprächen getroffen. Am Montag (10. November) will der Minister zusammen mit den Spitzenvertretern der Vereinigungen über die «Eckpunkte künftiger bayerischer Hochschulpolitik» informieren.
Rupp zeigte sich skeptisch: «Ich bin nicht besonders erwartungsvoll», sagte sie. Im Koalitionsvertrag sei alles unter Finanzierungsvorbehalt gestellt, kritisierte die SPD-Politikerin. Die Frage der Studiengebühren sie nicht gelöst worden. Dabei zeigten sinkende Studentenzahlen beispielsweise in Würzburg klar, dass durch die Gebühr eine weitere soziale Auslese erreicht werde. Von der FDP erwarte sie in dieser Frage «gar nichts».
Rupp kritisierte ferner, dass die Umsetzung neuen Bachelor- und Masterstudiengänge «nicht wirklich gelingt». Die Ankündigung aus der Koalitionsvereinbarung, dies zu evaluieren, sei «deutlich zu wenig». Dabei sei jetzt schon eine «völlige Verschulung» des Studiums zu beobachten. Es sei «sehr bedauerlich», dass die Hochschulen immer stärker nur noch Orte der Berufsausbildung seien. Der traditionelle Anspruch an Hochschulen, über den Beruf hinaus junge Menschen zu bilden, damit junge Akademiker gesellschaftliche Verantwortung übernehmen könnten, komme hier zu kurz.
Auch Bischof Müller kritisierte, es gebe «insgesamt eine Tendenz zur Verschulung des Studiums». Das Studium werde nur noch als Vorbereitung für das Arbeitsleben gesehen. «Und die Effizienz einer Universität wird daran gemessen, wie viele qualifizierte Leute unmittelbar in den Wirtschaftsprozess eintreten können.» Das Ziel einer Universität sei aber ein anderes: «Da geht es nicht nur um Ausbildung, sondern eben auch um Bildung und umfassende Entwicklungen des Geistes und der Kultur.» Deshalb müssten in Zukunft die Geisteswissenschaften «ganz neu gefördert werden».
Derzeit würden Fachbereiche wie Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaft weniger geschätzt als naturwissenschaftlich-technische Studiengänge, «weil sie diesem Effizienzkriterium, das von der Wirtschaft von außen her an die Universität herangetragen wird, nicht genügen können». Der Bischof mahnte: «Aber der Mensch ist mehr als Wirtschaft und Finanzmarkt.»
Heubisch entgegnete: «Ich bin strikt dagegen, Natur- und Ingenieurwissenschaften und Geisteswissenschaften gegeneinander auszuspielen». Technischer Fortschritt und geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung seien «zwei Seiten einer Medaille». Die Natur- und Ingenieurwissenschaften leisteten einen «wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Zukunftssicherung unseres Landes». Die Geisteswissenschaften dagegen könnten die Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit liefern, wie die Diskussion um Gentechnik oder Stammzellforschung zeige, sagte der Minister.
Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/Zusammenfassung-Scharfe-Kritik-an-der-Hochschulpolitik–/de/Politik/19835233
Es hätte ein tolles Projekt werden können in Hessen. Der Sieg der linken Mehrheit gegen die Regierung Koch schien schon wie gemacht, die Studiengebühren wurden per Parlamentmehrheit - dank dem Einzug der Linken und dem langanhaltenden Protest der StudentInnenbewegung - abgeschafft und der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen ließ auch ein wenig Hoffnung übrig für einen tatsächlichen sozialen Wandel in Hessen. Es wäre ein wichtiges Zeichen gewesen auch über die Ländergrenzen Hessens hinweg, dass eine Politik außerhalb von Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot noch möglich ist - auch im Westen der BRD.
Leider kommt es oft anders als man denkt. Die Vorgänge kurz vor der nun abgeblasenen Wahl Ypsilantis zur ersten weiblichen Ministerpräsidentin Hessens haben gezeigt, in welchem Zustand sich die älteste aller deutschen Partei momentan befindet. Und dieser Zustand ist mit chaotisch noch vorsichtig beschrieben. Was sich hier abgespielt hat, war ein weiterer Schritt in Richtung Zerfallsprozess der SPD, Teil einer kausalen Kette, in der alles was sich in der SPD noch als “links” bezeichnet abgefertigt wird, eine langsame aber stetig sich weiter herauskristalisierende Vorherrschaft der alten konservativen Schröder-Garden und Agenda-Kameraden.
Die vier VerräterInnen, die von der recht-populistischen Bildzeitung zu den “Phantastische Vier” gekürt worden sind, sind lediglich HelfershelferInnen der SPD-Wahlstrategen, die sich versuchen in eine scheinbar konfortablere Position vor den 2009 anstehenden Bundestagswahlen zu bringen. Es ist zum einen Teil eine Kapitulation vor den Angriffen der Medien und konkurierenden Parteien, die der SPD im Falle eines Erfolges Ypsilantis vorgeworfen hätten sich mit Kommunisten und wahnsinnigen Extremisten einzulassen. Zum anderen Teil ist es eine offene, in der SPD grassierende ideologische Verblendung, die durch jahrelange Aufbauarbeit einiger weniger Eindringlinge erzeugt worden ist und das Agieren der Partei seit dem Rücktritt Oskar Lafontaines als Finanzminister dominiert. Diese Ideologie beinhaltet eine Arbeitnehmer feindliche Leistungsideologie, eine Reduktion der politischen Praxis auf Verwaltungstätgikeiten innerhalb eines gegebenen Scheißsystems, eine Akzeptanz deutscher Militärabenteuer - wenn es sein muss auf der ganzen Welt - und eine positive Haltung zu Enteignungen gesellschaftlichen Eigentums zugunsten des privaten Kapitals.
Das Opfer Ypsilanti wird wohl von der Parteispitze insgeheim gut geheißen, man gibt sich der Illusion hin, dass man durch Ignoranz und Abgrenzung gegenüber der Linkspartei bei den Wählern Boden gut macht. Die Verlierer bei dem ganzen Trauerspiel ist nicht nur die gesamte SPD, es sind die Menschen in Hessen, die Sozialverbände, die Hoffnungen auf die neue Koalition gesetzt hatten. Aber langfristig gesehen sind es auch die Menschen in der BRD, die sich als Wahlvieh der SPD immer mehr verschaukelt fühlen und sich angwidert vom politischen System “Lüge, Verrat und Macht” abwenden.
Ein Großteil der Studiengänge ist inzwischen zulassungsbeschränkt. So haben drei von vier Erstimmatrikulierten ein Zulassungsverfahren hinter sich. Seit Beginn des Jahrtausends geht der Anteil der durch die zentralen Vergabeverfahren (ZVS) zugeteilten Studienplätze weiter zurück - von 32 Prozent 2000/2001 auf zuletzt 22 Prozent. Dagegen haben örtliche Zulassungsbeschränkungen im gleichen Zeitraum von 48 Prozent auf 74 Prozent zugelegt. Das sind Ergebnisse der am heutigen Freitag veröffentlichten Untersuchung von Erstimmatrikulierten des Wintersemesters 2007/2008, wie die Wissenschaftler der Hochschul-Informations-Systems GmbH (HIS) in Hannover mitteilen.
In der Regel bestehen die Zulassungsbeschränkungen allerdings in Vorgaben mit Blick auf die Abi-Noten. Einer darüber hinausgehenden Aufnahme- oder Eignungsprüfung mussten sich nur 14 Prozent aller Studienanfänger stellen - im Wintersemester 2003/2004 lag dieser Anteil bei 7 Prozent. Allerdings stimmt auch nur gut die Hälfte der Studienanfänger der Aussage zu, die Hochschulreife befähige in ausreichendem Maße zum Studium. Etwas mehr als jede Dritte hält Aufnahmeprüfungen für sehr sinnvoll.
Den Ausschlag bei der Hochschulwahl gibt vor allem ein den fachlichen Interessen entsprechendes Studienangebot. Wichtig ist den Studienanfängern aber auch die Nähe der Hochschule zum Heimatort. Zwei von drei Erstimmatrikulierten orientieren sich bei ihrer Hochschulwahl an diesem Gesichtspunkt. Für 18 Prozent ist er sogar entscheidend. Keine Studiengebühren zahlen zu müssen, war für ein knappes Drittel ein wichtiges oder sehr wichtiges Wahlmotiv. Im Wintersemester 2006/2007 waren es 43 Prozent. Für 7 Prozent der Erstsemester ist es sogar ausschlaggebend.
In die Untersuchung der HIS GmbH wurden Studienanfänger aus 71 deutschen Hochschulen, darunter 23 in den neuen Ländern, einbezogen.
Hey, er Asta lädt den SDS und sein Umfeld ein zur Asta-Party. Kommet alle am Abend des 6. November in den Räumen und Nebenräumen des Asta.
Euer Dano
Vor einer Woche besuchte die Bundesbildungsministerin die Stadt Regensburg und auf die Frage nach Studiengebühren, bestritt sie jegliche soziale Ungerechtikgkeit und verteidigte die Gebühren nach ordentliche neoliberaler Manier als notwendig und sinnvoll. Kein Wort über die erst kürzlich bekannt gewordene Studie ihres eigenen Ministeriums, wonach immer mehr AbiturientInnen sich wegen der anfallenden Gebühren immer seltener für ein Studium entscheiden.
Entweder herrscht bei der Frau Ministerin schlicht Realitätsverweigerung oder die Beschränkung der Hochschulzugänge für privilegierte Klassen ist von IdeologInnen wie Schavan gewollt. Dass aber gerade in der BRD im Vergleich zu anderen Industrienationen ein Mangel an AkademikerInnen herrscht und dass die darunter liegenden Bildungswege in der BRD und Österreich laut mehreren internationalen Untersuchungen eins der sozial selektivsten und somit das am meisten den Abgrenzungsinteressen der herrschenden Klasse dienende Bildungssystem ist, scheint den großkopferten Ageordneten Schnuppe zu sein.
Wir als SDS und gemeinsam mit unseren Partnern werden weiterhin auf diese Sauereien aufmerksam machen und dagegen angehen.
http://www.tvaktuell.com/default.aspx?showNews=292891&ID=846
Nun ist es offiziell und schwarz auf weiß von den regierenden Instanzen bestätigt: nach einer bisher vom Bundeskultusministerium unter Verschluss gehaltenen und von ihr selbst getragenen Studie zu den Auswirkungen der Studiengebühren kam heraus, dass vor allem AbiturientInnen aus bildungsfernen Familien eher zögern ein Studium aufzunehmen. Annette Schavan, selber langjährige Bildungsministerin im 4-Grundschuljahre-Land Baden-Württemberg und heute Bundebildungsministerin wiegelt ab und spielt herunter. Die Zahl derjenigen, die durch die Gebühren abgeschreckt sind, hält sie “für nicht beträchtlich.” Dabei liegt die Zahl derjenigen, die sich auf Grund von Studiengebühren gegen ein Studium entschieden haben im Jahr 2007 bei 18.0o0 Jugendlichen.
Und während Ideologinnen wie Schavan und Merkel lieber einzelne Eliteunis mit Millionensummen füttern und konservative Ministerpräsidenten schon von der Verdoppleung der Gebühren halluzinieren, hat es die hessische Studentenbewegung in diesem Jahr geschafft mit vereinten Kräften die Studiengebühren abzuschaffen und sich somit wieder daszurüc erkämpft, wofür andere Jahre lang gekämpft haben.
Barbara Leitner (http://www.freitag.de/2008/40/08401801.php)Â
WO DIE SCHULE VERSAGT
Eine Studie klärt auf, dass nicht nur die Eltern zu wenig dafür tun, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken
Kürzlich veröffentlichte der Berliner Senat eine Studie über das Wohlbefinden Berliner Kinder in der Schule und im familiären Umfeld. Die Erhebung ist Teil der internationalen Vergleichsstudie Health Behaviour in School-aged Children (HBSC), die die WHO alle vier Jahre in 41 Ländern durchführt. In Deutschland wurden neben Berlin auch Kinder aus Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zum Interview eingeladen. Die Ergebnisse für den Berliner Raum sind alarmierend.
Ein Viertel der Berliner Schüler zwischen elf und 15 Jahren klagt über psychosomatische Beschwerden, hat oft Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen oder kann nicht einschlafen. Ebenso sind psychische Erkrankungen häufiger geworden. Laut Bericht muss in jeder Klasse mit zwei bis drei psychisch auffälligen Schülern gerechnet werden. Weniger als acht Prozent isst genügend Obst und Gemüse. Nur rund ein Drittel der Schüler betätigt sich täglich mindestens eine Stunde körperlich, so wie es Gesundheitsexperten empfehlen. 16 Prozent der elf- bis 15- Jährigen war schon mehr als einmal betrunken.
Diese Zahlen ließen sich fortsetzen. So ist es kein Wunder, dass gut ein Fünftel der befragten Kinder und Jugendlichen mit dem eigenen gesundheitlichen Befinden nicht zufrieden ist. Daruner sind Gymnasiasten seltener zu finden als Real- und Gesamtschüler. Betroffen sind vor allem ältere Mädchen.
Mädchen: Der “kleine Unterschied”
Mehr als die Hälfte der Mädchen hält sich für zu dick. Dabei liegt die Rate der Übergewichtigen in dieser Altersgruppe relativ konstant bei 17 Prozent. Während sich ihre Werte in Bezug auf Rauchen, Kiffen, Alkoholkonsum und aggressives Verhalten dem negativen Trend der Jungen annähern, wollen sie mit Gewicht und Figur offensichtlich den “kleinen Unterschied” markieren. Zwar wirft der Bericht die berechtigte Frage auf, ob Mädchen tatsächlich stärker belastet sind oder ob sie - wie man es aus der Medizin von ihren Müttern weiß - die Belastungen und Defizite nur sensibler wahrnehmen. Dennoch scheint sich die Geschlechterfrage noch schärfer als in der Generation davor über Körperlichkeit und Supermaße zu entscheiden.
“Die elterlichen Ressourcen sind knapp geworden”, kommentiert Olaf Reis vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität Rostock die Befunde über das Gesundheits- und Risikoverhalten von Jugendlichen. “Eltern arbeiten zu viel oder zu wenig und haben sich aufgegeben. Ein Risikofaktor ist auch, wenn die Kinder bei Alleinerziehenden aufwachsen und weitere unterstützende Personen fehlen.”
Als ein Alarmsignal sieht er die Ergebnisse einer Befragung von 200 Jugendlichen, die in den zurückliegenden zwei Jahren in Rostock mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurden, übrigens die Hälfte davon Mädchen. Immerhin 15 Prozent von ihnen mussten aus der elterlichen Wohnung mit Blaulicht abgeholt werden. Komatrinker aber - so der Befund der Berliner WHO-Studie - sind selten arabischer oder türkischer Herkunft, sondern vor allem unter Schülern beiderlei Geschlechts und deutscher Herkunft und aus Familien mit höherem Wohlstand anzutreffen. Für sie gehört dieses Balancieren auf der Grenze zur provokativen Jugendkultur. Deshalb genügt es nicht, auf sozial benachteiligte Familien und solche mit Migrationshintergrund zu verweisen, wenn es um das gesundheitliche Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen geht. Fast 20 Prozent der Berliner Schüler/innen gaben an, manchmal, wenn nicht häufig oder immer ohne Mahlzeit in die Schule oder ins Bett zu gehen zu müssen - und zwar aus allen drei Wohlstandsgruppen.
Wanted: Eine neue Schulkultur
Dennoch unterstreicht das Körpergefühl der Heranwachsenden auch, was bereits über den Zusammenhang von Gesundheit und sozialer Lage bekannt ist. Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozialen Status beurteilen nicht nur ihren Gesundheitszustand als schlechter. Sie haben auch weniger Ressourcen, diese Defizite zu bewältigen. Dies wirkt sich nach Angaben des Dresdner HBSC-Forscherteams auf die Gesundheit noch ungünstiger aus als nur Armut.
Das Datenmaterial verweist auf die mangelnde Aufmerksamkeit, die Pubertierenden entgegengebracht wird. Wer bin ich? Worauf kann ich mich verlassen? Diese Fragen treiben die Mädchen und Jungen bei ihrer Identitätssuche an. Von zu Hause fühlen sich die meisten Mädchen und Jungen laut Studie unterstützt. Doch die Antworten, die sie in der Schule auf ihre Lebensnöte erhalten, sind ungenügend. Zwar schätzen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund das Schulklima positiver ein als die übrigen. Doch gerade ältere Schüler und Schülerinnen und Nicht-Gymnasiasten empfinden den Ort, an dem sie sechs, acht oder manchmal zehn Stunden täglich verbringen, als abträglich für ihr Wohlbefinden.
An dieser Stelle offenbart sich der Wert des internationalen Vergleichs. Unabhängig davon, ob in Amerika, Frankreich, Schweden oder Deutschland gefragt wurde - die elf- bis 15-Jährigen sehen ihre Gesundheit weniger durch die soziale Ungleichheit als durch die schulische Umwelt beeinflusst. Je positiver die Jugendlichen die Schulkultur wahrnehmen, desto seltener haben sie psychosomatische Beschwerden, verhalten sich aggressiv oder flüchten in den Alkoholrausch. Die Schulkultur stellt also die entscheidenden Weichen für das Wohlbefinden der Jugendlichen.
Hänseln: Ein kleines Wort genügt
Schon kleine Veränderungen tragen dazu bei, die eingeschliffenen Verhaltensmuster zu durchbrechen. Würden die Schüler im Laufe des Schultages aufgefordert, das sitzende Lernen durch Bewegung an der frischen Luft zu unterbrechen - es gehörte zum Alltag. Würde in jedem Klassenzimmer ein Korb mit frei zugänglichem Obst und Gemüse stehen - mehr Mädchen und Jungen würden sich gesünder ernähren. Das Erleben, nicht das Reden vermittelt den Jugendlichen die so genannten “life skills”, die Fähigkeit nämlich, komplexer werdende Anforderungen gesund zu bewältigen.
Doch dafür fehlen an den Schulen die Ressourcen in Form von Personal, Kompetenzen, Zeit und Geld. Das trifft auch beim Umgang mit Mobbing zu. Den Dresdener Befunden der HBSC-Studie ist zu entnehmen, dass nur ein Viertel der Jugendlichen glaubt, die Lehrer würden sich für sie interessieren. Wenn Schüler und Schülerinnen sich gegenseitig hänseln und schikanieren, stehen sie mitunter nicht nur dabei. Oft sind es kleine Bemerkungen - etwa über unbequeme Schüler -, mit denen sie eine Gruppe steuern, sie zur gemeinsamen Leistung motivieren wollen. Ungewollt kann dies aber zum Ausschluss der Betroffenen beitragen.
Für Olaf Reis, unter dessen Leitung in Rostock gegenwärtig erforscht wird, wie sich Hänseln und Mobben auf das Ich-Konzept und Selbstwertgefühl von Vor- und Grundschülern auswirken, besteht ein Zusammenhang zwischen der zunehmenden Zahl von traurig, ängstlich oder unkontrolliert handelnden Kindern und Jugendlichen und dem immer früher und häufiger auftretenden Teasing und Mobbing. Seine Crew untersucht, wie man Kinder frühzeitig stärken kann. “Direktheit ist immer eine gute Strategie, Hänselei zu erkennen und als das, was es ist zu entschlüsseln”, meint er. Lehrer und Lehrerinnen sollten lernen, sich in solche Situationen kompetent und wertschätzend einzumischen. Das könnte dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche gesünder aufwachsen.

Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 11. Oktober 2008 werden besorgte Bürgerinnen und Bürger in Berlin unter dem Motto “Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!” auf die Straße gehen. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14.00 Uhr.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

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